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Willkommen
Willkommen in Äthiopien, einem Land voller
wunderbarer Schätze und Sehenswürdigkeiten. Einem Land mit der
größten Geschichte auf dem afrikanischen Kontinent.
Ein Land voller Kontraste und
Überraschungen, ausgedehnter Natur und die Heimat freundlicher
und gastfreundlicher Menschen, die einer der ältesten
Zivilisationen abstammen.
Das auch unter dem Namen Abessinien, Kusch
und Punt (das Land Gottes) bekannte Äthiopien kann auf eine
lange Geschichte zurückblicken, die vor vier Millionen mit
Spuren von Fossilien begann. Die menschliche Geschichte beginnt
vor drei Millionen Jahren mit den Funden humanoider Überreste im
Tal des Awasch Flusses. Seit dieser Zeit ist das Land von
Menschen besiedelt und wird als eine der Wiegen der Menschheit
bezeichnet.
Äthiopien hat viel für Besucher zu bieten:
der Historische Weg, die alte Stadt von Axum, mit seinen
erstaunlichen geschnitzten Obelisken, christliche Feste und
Reliquien; Lalileba, bekannt als das „Petra Afrikas“, mit der
grössten Ansammlung von Kirchen, die alle aus dem
XII.Jahrhundert stammen und in den weichen vulkanischen Tuff
gehauen wurden; Harar einer von steinernen Mauern umgebenen
Stadt, einer Stadt mit zahlreichen Moscheen, farbenprächtigen
Märkten, einm Zentrum islamischer Wissenschaft und islamischer
Schulen und die Stadt Dire Dawa mit seinen jahrtausend alten
Höhlenmalereien.
Der Tanasee, die „Quelle des Blauen Nils“,
ist Afrikas höchstgelegender See im Hochland von Äthiopien. Der
Abfluss des Sees ist die sogenannte Quelle des Blauen Nils.
Seine größten Zuflüsse sind der Rib und der Gumara. In dem See
befinden sich zahlreiche Inseln, deren Zahl je nach Wasserstand
variiert. Neuste Zählungen gehen von etwa 30 Inseln aus.
In Äthiopien gibt es neun Nationalparks .
Das Schutzgebietssystem wird durch etwa 100 weitere nationale
Schutzgebiete mit unterschiedlichem Schutzstatus ergänzt. Der
Simien-Nationalpark gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der
Park wurde unter anderem zum Schutz verschiedener gefährdeter
Tierarten, wie dem Äthiopischen Steinbock, dem Äthiopischen Wolf
und dem Dschelada (oder Blutbrustpavian), eingerichtet.
Die Nationalparks bieten Besuchern
faszinierende Landschaften und vielfältige Tierwelten fernab von
Massentourismus. Ideale Ziele für Trecking Reisen oder z.B.
Rafting Expeditionen auf dem Omo Fluss, mit seinen gigantischen
Basaltsteinschluchten, Stromschnellen, unzähligen Seitenarmen,
Wasserfällen, heißen Quellen und einer faszinierenden Fauna.
Ein wunderbarer Rahmen für diese Zeitreise.
Aufgrund seiner abwechslungsreichen
Topographie, diversen geologischen Schichten und verschiedener
klimatischer Verhältnisse, ist Äthiopien die Heimat einer
vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt
Der „Ras Dashen“, ebenfalls im Simien
Nationalpark gelegen, ist der höchste Berg in Äthiopien(4600m),
aber so abgelegen und schwer zugänglich, so dass bisher nur
wenige Reisende seine Spitze erklommen.
Weitere Nationalparks sind der
Abijatta-Shalla-Nationalpark, benannt nach den beiden im Park
liegenden Seen; der Nechisar-Nationalpark, welcher sich
unmittelbar östlich der Stadt Arba Minch befindet; der
Awash-Nationalpark, der sich am südlichen Zipfel der Region Afar
befindet; der Bale-Mountains-Nationalpark, der die grösste
zusammenhängende alpine Landschaft in ganz Afrika darstellt; der
Gambela-Nationalpark, ein seit 1973 geplanter Nationalpark im
westlichen Tiefland Äthiopiens an der Grenze zum Sudan; der
Omo-Nationalpark, der sich am Westufer des Omo, ca 870 km
südwestlich von Addis Abeba befindet; der
Yangudi-Rassa-Nationalpark in der Region Afar und der
Simien-Nationalpark. Dieser befindet sich im Norden von
Äthiopien und ist vor allem wegen seiner eindrucksvollen
Berglandschaft bekannt.
Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat. Die
Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen
zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen
hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem
südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in
seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von
Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt. Kein Wunder, dass das
Land auch gerne „Land der tausend Lächeln“ genannt wird.
Besuchen Sie uns ! Herzlich willkommen!
Addis Abeba
Addis Abeba ist die Hauptstadt von
Äthiopien. In der Sprache der Oromo wird die Stadt Finfinne oder
Shaggar genannt. Addis Abeba ist Sitz der
UN-Wirtschaftskommission für Afrika und der Afrikanischen Union.
Addis Abeba hat eine Fläche von etwa 530
km² und ungefähr 3,5 Millionen Einwohner (nach der Volkszählung
1995 hatte die Stadt 2.209.000 Einwohner, inzwischen ist die
Bevölkerung aufgrund von Landflucht aus den ländlichen Gegenden
allerdings stark angewachsen).
Die in der Mittel des Landes liegende Stadt
liegt zwischen 2.200 und 3.000 Metern Höhe am Fuße des Mount
Entoto und ist damit die dritt höchstgelegene Hauptstadt der
Welt. Aufgrund seiner hohen Lage ist das Klima in Addis Abeba
mild und angenehm.
Die Stadt Addis Abeba ist heute nicht nur
politische Hauptstadt, sondern auch das wirtschaftliche und
soziale Zentrum von Äthiopien.
Breite Boulevards durchlaufen die Stadt,
moderne mehrstöckige Gebäude finden sich neben traditionellen
ein- oder zweistöckigen Häusern, offenen Plätzen und
Waldgebieten, die vornehmlich mit Eukalyptusbäumen bewachsen
sind.
Als Weltstadt bietet Addis Abeba eine große
Auswahl an Hotels und Unterkünften.
Angefangen traditionellen, einfachen
Herbergen, über Pensionen und Lodges bis hin zu internationalen
Luxushotels.
Addis hat viele Sehenswürdigkeiten,
prunkvolle Paläste und schöne Grabstätten der ehemaligen
Herrscher und ist eine Stadt voller Überraschungen.
Breite Boulevards durchlaufen die Stadt,
moderne mehrstöckige Gebäude finden sich neben traditionellen
ein- oder zweistöckigen Häusern, gemütliche Espresso-Bars und
Konditoreien, die einen fast mediterranen Flair vermitteln und
seine geschäftigen und bunten Märkte, zeigen eine Mischung von
Moderne und traditioneller Lebensweise und bieten eine
einzigartige Mischung für alle Besucher.
Addis Abeba bietet zudem eine Vielfalt an
Unternehmungs-, Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten (z.B. Frei
– und Thermalbäder, diverse Tennisanlagen, Reiten, Bowling).
Äthiopiens Osten
Hadar ist der Name eines Gebiets am Fluss
Awash im Afar-Dreieck von Äthiopien. In der Nähe von Hadar
wurden zahlreiche weitere Hominiden-Fossilien gefunden (u.a.
auch Ardipithecus ramidus) und auch die ältesten bisher
entdeckten Steinwerkzeuge. Das Gebiet gilt daher als eine der
Geburtsstätten der Menschheit.
Zudem kommt der Kaffee und die
Kaffee-Kultur aus Äthiopien. Aus Jemen (dem Hafen Mocha = Mokka)
wurde Kaffee seit dem 17. Jh. nach Europa exportiert.
In Äthiopien wurde Kaffee schon vor der
Geburt von Jesus konsumiert. Äthiopien gilt als Ursprungsland
des Kaffees; unter Kennern gilt der wilde Waldkaffee als bester
der Welt. Neben unvergleichlichen Berglandschaften und ganz
unterschiedlichen Völkern gibt es die am breitesten gefächerte
Kaffee-Produktion der Welt. Kaffee ist weitaus mehr als ein
wichtiger Handelsfaktor. Im Hochland von Äthiopien ist das
Kaffee-Ritual Teil einer alten Kultur.
Obwohl der grösste Teil des Gebiets durch
Wüste und Savanne bedeckt wird, ist die nördliche Region
gebirgig und sehr fruchtbar. Die Stadt Dire Dawa ist eine Stadt
im Nordosten Äthiopiens und die zweitgrößte nach Addis Abeba.
Die Stadt liegt an der Bahnstrecke
Dschibuti – Addis Abeba. Ihre Entstehung verdankt die Stadt
einem historischen Missgeschick. Die Bahnlinie nach Dschibuti
sollte ursprünglich über die im Hochland gelegene
traditionsreiche Stadt Harar führen. Dire Dawa sollte hingegen
ein Reparatur- und Inspektionsstandort werden. Aus diesem Grund
wurden Ingenieure und Facharbeiter aus Frankreich und Italien
hier angesiedelt. Da die Kosten während der Bauphase der
Bahnlinie in die Höhe schnellten, entschied man sich für die
günstigere Variante eines Streckenverlaufs, am Fuße der Berge
durch die Wüste und ließ Dire Dawa als Verwaltungssitz der
Bahnlinie errichten. Die Stadt wurde teilweise gitterförmig, mit
rechtwinkligen Häuserblöcken, geplant und 1902 gegründet. Sie
ist in dieser Form einzigartig in Äthiopien. Dire Dawa bietet
eine gute Auswahl an Hotels und zahlreiche interessante
Sehenswürdigkeiten.
Der nordöstliche Teil Äthiopiens ist durch
seinen überfluteten Awash Nationalpark bekannt. Die Fläche
beträgt mehr als 756 km2 und besteht aus Akazienwald und
Grasland. Die Straße von Addis Abeba nach Dire Dawa teilt den
Park in die südlichen Illala-Saha-Ebene und das nördliche
Kidu-Tal. Der Awash Nationalpark wurde 1966 gegründet. Zu den
beheimateten Wildtierarten gehören die Beisa-Antilope, die
Sömmerringgazelle, Dikdiks, Kudus und 350 verschiedene heimische
Vogelarten. Im höher gelegenen Kidu-Tal befinden sich von
Palmenhainen umgebende heiße Quellen.
Äthiopiens Süden - Rift Valley und
der Bale Mountains Nationalpark
Im Süden Äthiopiens liegt das Rift Valley.
Wunderschöne Landschaften, eine Anzahl wunderschöner Seen,
reiches Tier- und Vogelleben und ein Kaleidoskop
unterschiedlichster Kulturen verbinden sich dort zu einem
einmaligen Ganzen.
Natürlich trägt die Topographie des
faszinierenden Großen Grabenbruchs selbst viel zum Reiz dieser
Region bei.
Dieses Zeugnis der letzten massiven
Erdbewegung birgt - eingezwängt zwischen zwei riesigen
Steilabhängen - eine herrliche Seenkette, die sich von Äthiopien
nach Kenia, Tanzania und weiter nach Süden erstreckt. Doch damit
nicht genug: Die Region rühmt sich auch noch ihrer
faszinierenden Nationalparks Abjatta-Shalla, Nechisar, Mago und
Omo.. Die sieben Seen des Rift Valley liegen in einem weiten
fruchtbaren Tal, welches zwischen Addis Abeba und der
kenianischen Grenze verläuft - ein absolutes Muss für
Vogelliebhaber.
Die Seen Lagano, Abiata und Shala sind die
bekanntesten der sieben Seen – ein See ist blau, einer silber
und der andere braun. Abiata und Shala bilden ein ausgewiesenes
Naturreservat. Der See Abiata ist seicht und beheimatet
zahlreiche Vogelarten. Der See Shala liegt hingegen am Grunde
eines 250 m tiefen Kraters. Das Rift Valley bildet den
äthiopischen Teil des afrikanischen Grabenbruchs, der sich nach
Nordosten hin zur Danakil - Senke öffnet. Besonders wagemutige
Abenteurer fahren mit dem Boot über den Lake Chamo, um dort
Krokodile und Nilpferde aus der Nähe zu beobachten.
Der Bale-Mountains-Nationalpark stellt die
grösste zusammenhängende alpine Landschaft in ganz Afrika dar.
Der Bale-Mountains-Nationalpark hat eine Fläche von 2500 km² und
liegt zwischen 1550 m und 4377 m Meereshöhe. Es ist die höchste
Region im südlichen Äthiopien und liegt ca. 420 km südlich von
Addis Abeba.
Der Bale-Mountains-Nationalpark gilt als
sogenannter „Hot Spot“ der biologischen Vielfalt, da sich die
dortigen Artengemeinschaften in absoluter Isolation entwickeln
konnten. Als besonders selten und schützenswert gilt der hier
beheimatete äthiopische Wolf. Des Weiteren ist der Park für
seine Vielfalt an Vogelarten bekannt. Aufgrund der extremen
Höhenunterschiede innerhalb des Bale-Mountains-Nationalparks,
findet man eine gemischt alpine Flora vor. Kennzeichnend sind
allerdings die allgegenwärtigen Wacholder-Bäume.
Nicht weit vom Bale-Mountains-Nationalpark
befindet sich das Höhlensystem Sof Omar. Diese Grotten sind ein
Naturwunder von atemberaubender Schönheit. Hier verschwindet der
Web River in eine riesige unterirdische Welt mit geschwungenen
Bögen, hohen, erodierten Decken und tiefen, gewölbten
Echokammern. Diese Höhlen sind heute ein wichtiges Heiligtum des
Islam und nach dem Scheich Sof Omar benannt, der vor vielen
Jahrhunderten in ihnen Zuflucht suchte.
Die Stadt Arba Minch liegt auch auf einem
Grat der Abaya und Chamo trennt und bietet eine traumhafte
Aussicht auf die Umgebung, die beiden Seen „Lake Abaya" und
„Lake Chamo" mit dem Nechisar Park im Osten und das Guge-Massiv
im Westen. Die außerordentliche Schönheit dieser Landenge hat
ihr den Spitznamen „Himmelsbrücke" eingetragen.
Arba Minch bedeutet „Vierzig Quellen".
Diese Namen verdankt die Stadt den sprudelnden Bächen, die im
Unterholz üppiger Wälder in ihrer Umgebung aus dem Boden
schießen
Das Omo Tal
Das untere Omo-Tal in SüdwestÄthiopien
bietet nahezu unberührte, grandiose Landschaften mit einer
Tierwelt, die in ihrer Vielfalt für Äthiopien einmalig ist. Vor
allem jedoch ist das Omo-Tal auch die Heimat einer
bemerkenswerten Vielfalt kleiner, differenzierter ethnischer
Gruppen.
Nicht nur die Bume und die Karo, sondern
auch die Geleb, die Bodi, die Mursi, die Surma, die Arbore und
die Hamer sind hier zu finden, um nur die Wichtigsten zu nennen.
So verschieden die Stämme sind, so
unterschiedlich sind auch ihre Lebensformen.
Ein weiteres Highlight dieser Region ist
der Mago-Nationalpark. Dieser liegt 770 Kilometer südwestlich
von Addis Abeba in der Gegend Gam Gofa. Er wurde 1960 gegründet
und dient dem Schutz von Großsäugetieren wie Giraffen, Büffeln
und Elefanten. Seine Größe beträgt 2162 km², er liegt auf
450-2528 Meter Höhe, der höchste Punkt ist Mount Mago. Er wird
vom gleichnamigen Fluss Mago durchflossen. Der Park ist durch
eine Savannenlandschaft geprägt. Im Mago-Nationalpark lebt das
Volk der Mursi.
Omo People
Die meisten Völker in der Omo Region
besitzen kaum materielles Kulturgut und haben dadurch ihren ganz
eigenen Weg gefunden, ihre künstlerischen Vorstellungen
auszudrücken. So sind z.B. die Surma und die Karo Experten für
Körpermalerei und sogenannte. Schmucknarben, die bei fast allen
Völkern am unteren Omo beliebt sind. Sie bringen im Gegensatz
zur Körpermalerei vielerlei symbolische Botschaften zum
Ausdruck. So bringen sich die Krieger der Mursi tiefe,
halbmondförmige Schnitte in den Armen bei, um zu zeigen,
wieviele Feinde sie im Kampf getötet haben,
Kunstvolle Haartrachten sind eine weitere
Form des Körperschmucks. Die Frauen und Hamer drehen ihr Haar zu
dichten Korkenzieherlocken, die mit Schlamm und geklärter Butter
eingeschmiert werden. Die Männer der Geleb und Karo formen ihr
Haar mit Hilfe von Tonerde zu extravaganten, ockerfarbenen
„Kappen", die zusätzlich mit Straußenfedern dekoriert werden.
Der Schmuck ist einfach, aber
eindrucksvoll: farbenfrohe Halsketten, dicke Armreifen und
Armbänder aus Metall, glänzende Nieten an den Röcken und
mehrfach ineinander geschlungene Ohrringe sind charakteristisch..
Gambella
Der Gambela-Nationalpark ist ein seit 1973
geplanter Nationalpark im westlichen Tiefland Äthiopiens an der
Grenze zu Sudan. Leider wurden aber die erforderlichen Schritte,
um ihn unter entsprechenden Schutz zu stellen,seitens der
äthiopischen Regierung noch nicht in Angriff genommen.
In der Region Gambela gelegen, hat er eine
Größe von 5061 km² und ist von Baumwollplantagen und
Flüchtlingscamps der vor dem Bürgerkrieg geflohenen Südsudanesen
umgeben.
Das flächenmäßig größte Schutzgebiet des
Landes ist durch neue Siedlungen, die Jagd nach Wildfleisch, die
Anlage von Feldern und Viehweiden und durch Brandrodung von
nilotischen Völkern ebenso bedroht, wie der gegenüber dem Sudan
gelegene Boma-Nationalpark.
Äthiopische Feste
Religion spielt eine außergewöhlich
wichtige Rolle in der äthiopischen Gesellschaft, Feste und
Zeremonien liefern viele Höhepunkte im laufenden Kalenderjahr.
Allein die äthiopisch orthodoxe Kirche verzeichnet nicht weniger
als 150 Feiertage pro Jahr. Die verschiedenen ethnischen Gruppen
pflegen ihr eigenes 'Neujahr' sowie andere Feiertage und
Zeremonien. Manche kommen nur in der jeweiligen Kultur vor,
andere existieren in vielen Kulturen gleichzeitig. Nachfolgend
sind die bekanntesten und in den meisten Kulturen verankerten
Feste aufgezählt.
Enkutatash (äthiopisches neues Jahr),
welches auf den 11. September fällt.
Timket (äthiopisches Erscheinungsfest). Bei
diesem höchst farbenprächtigen Ereignis werden die Tabots (eine
Art Kopie der Bundeslade) zu einer nahe gelegenen Wasserstelle
getragen. Gefeiert wird das Gedenken an die Taufe Christi, die
auf den 19. Januar fällt. Das Tabot wird am Vorabend des
Erscheinungsfests herausgenommen und verbleibt über Nacht bei
den Priestern und der gläubigen Gemeinde. Am folgenden Morgen
wird das Wasser gesegnet und über jeden gespritzt, wobei die
Gläubigen ihre Gelübde an die Kirche zeremoniell erneuern. Wenn
es genügend Wasser gibt, tauchen einige Leute unter Wasser.
Frauen, die bis jetzt keine Kinder bekommen konnten, nehmen am
Ritual der Fruchtbarkeit teil. Nach der Zeremonie wird das Tabot
mit viel Gesang und Tanz zurück in seine Kirche begleitet.
Fasika (Ostern). Dies ist ein Fest, das
einer Fastenzeit von 55 Tagen folgt. Während dieser Zeit dürfen
keine tierischen Produkte gegessen werden, und die wahrhaft
Gläubigen essen jeden Tag bis etwa 3:00 P.M überhaupt nichts.
Die Fastenzeit gipfelt in einem zweieinhalb Tage dauernden
Fastenritual.
Maskal. Dies wird in Erinnerung an die
Auffindung des wahren Kreuzes durch Kaiserin Eleni gefeiert.
Dabei geht es so farbenfroh zu wie bei Timket, jedoch steht hier
anstelle des Wassers ein Freudenfeuer im Mittelpunkt des
Geschehens, wobei Blumengebinde mit der Abbildung eines Kreuzes
oben auf die Scheiterhaufen gesteckt werden.
Priester in zeremoniellem Gewand segnen das
Freudenfeuer, bevor es angezündet ist. Dieses Fest fällt
zeitlich mit der Blüte der goldenen Maskal Gänseblümchen
zusammen - genannt Adey Ababa auf Amharisch - eine symbolische
Vorankündigung des neuen Jahres nach der Regenzeit.
Genna (Weihnachten). Dieses Ereignis, das
auf den 7. Januar fällt, wird mit einem Gottesdienst gefeiert,
wobei eine feierliche Prozession der Gläubigen in der Nacht von
einer Kirche zur anderen zieht. Traditionell spielen junge
Männer ein Genna genanntes Spiel, das dem europäischen Hockey
ähnlich ist.
Äthiopiens Bevölkerung
Die Äthiopier sind nach Abstammung und
Kultur sehr verschieden.
Etwa 80 Sprachen sind heute in Äthiopien
nachgewiesen. Die im Hochland lebenden Amhara (26 %), Tigray (6
%) und Gurage (2 %) sowie Tigrinja und Harari sprechen
semitische Sprachen, sind meist Christen und gehören
mehrheitlich der äthiopischen Kirche an. Es bestehen zahlenmäßig
starke protestantische Minderheitskirchen (Lutheraner,
Baptisten). Die Oromo (40 %), die Somal (6 %), Sidama (9 %),
Afar und Bedja sprechen kuschitische Sprachen und sind
überwiegend sunnitische Muslime; schwarzafrikanische Gruppen (4
%) mit afroasiatischen und nilotischen Sprachen und leben
vorwiegend im Süden des Landes. Die äthiopischen Juden verließen
in zwei Auswanderungsaktionen 1984/85 und 1991 Äthiopien und
konnten sich in Israel ansiedeln
Äthiopien kulinarisch
Die Äthiopische Küche (wie auch die Küche
Eritreas) unterscheidet sich stark von den Essgewohnheiten
sowohl Schwarzafrikas als auch des orientalischen Raums.
Grundnahrungsmittel bildet ein saurer Fladenbrotteig namens
Injera, hergestellt aus dem nur am Horn von Afrika vorkommenden
Getreide Teff.
Dazu werden verschiedene Saucen, Wot
genannt, die es in verschiedenen vegetarischen und
fleischhaltigen Ausführungen gibt serviert, Dabei gilt: Wer es
sich leisten kann, isst Fleisch. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche
verbietet, wie die meisten orthodoxen Kirchen, Mittwochs und
Freitags den Genuss von Fleisch, so dass an diesen Tagen
Linsenbrei verspeist wird. In Restaurants gibt es an diesen
Tagen das rein vegetarische Gericht Alidscha, verschieden
zubereitete Gemüse mit Soßen. Gegessen wird mit der rechten
Hand. Dabei ersetzt das Injera sowohl den Teller als auch das
Besteck. Man reißt einfach kleine Teile des Fladens ab, ergreift
damit ein Stück der Fleisch- oder Gemüsebeilage und führt es
sich zu Gemüte. Als besonders höflich gilt es, den anderen am
Mahle Partizipierenden hin und wieder eine Portion direkt in den
Mund zu stecken (Gursha).
Generell ist das äthiopische Essen sehr
scharf, meist durch das Gewürz Berbere. In den meisten
äthiopischen Restaurants in Europa kann man aber auch mildere
Varianten bestellen; die scharfe Berbere-Soße wird dazu oft
gesondert in kleinen Schälchen gereicht. Berbere ist eine
Mischung aus zermahlenen Chilischoten sowie Ingwer,
Gewürznelken, Piment, Koriandersamen und anderen Gewürzen.
Auf jeden Fall ist das Ende einer Mahlzeit
ohne buna, (das äthiopische Wort für Kaffee), nicht
abgeschlossen und wird traditionell in einer ausgedehnten
Zeremonie getrunken.
Hotels & Unterkünfte
Die touristische Infrastruktur in Äthiopien
ist nicht mit jener in Kenia oder Tansania vergleichbar, so dass
jede Reise einen gewissen Pioniercharakter hat.
Angefangen von landestypischen Unterkünften
abseits vom Massentourismus, Campingmöglichkeiten in freier
Natur über idyllische kleine Hotels, Ferienhäuser, Bungalows,
Pensionen und Lodges bis hin zu renommierten Luxushotels bietet
Äthiopien dennoch eine breite Auswahl an
Unterkunftsmöglichkeiten.
Zu beachten ist, dass außerhalb von Addis
Abeba die Hotels nicht europäischem Standard entsprechen.
Kunsthandwerk
Das Kunsthandwerk in Äthiopien ist
facettenreich:
Keramik, Töpferarbeiten, Baumwollweberei,
Lederbearbeitung, Schmuck, Musikinstrumente, Holzarbeiten - die
Äthiopier lieben Verzierungen, Design und ästhetische Kunst.
Da sich in Äthiopien weder Töpferscheibe
noch Brennofen durchgesetzt haben, werden Tongefäße in
Aufbaukeramik hergestellt. Dabei wird ein Tonwulst auf den
anderen gesetzt, gepresst und mit Wasser glatt verstrichen.
Häufig werden die Töpfe mit eingeritzten Mustern verziert. Dann
werden sie in Feuergruben gebrannt. Die Aufgabe des Töpferns
übernehmen in Äthiopien hauptsächlich die Frauen. Auch das
Korbflechten ist Frauenarbeit. Die Körbe werden aus den Fasern
wilder Gräser hergestellt und für vielerlei Zwecke verwendet,
wie z.B. als Vorrats- und Transportbehälter. Auch dienen sie als
Esstisch in denen die Injera-Fladen gelagert werden.
Baumwolle wird hauptsächlich von Männern zu
Stoff verarbeitet. Wenn man bei einem Weber eine Shamma (den
traditionellen Schal der Amhara) in Auftrag gibt, muss ihm das
Garn, welches von Frauen aus roher Baumwolle gesponnen wird,
dafür geliefert werden. Die Baumwollstoffe sind alle naturweiß,
da das Garn nicht eingefärbt wird. Leder wird in Äthiopien sehr
häufig verwendet. Die Lederbearbeitung hat sich seit
Jahrhunderten nicht verändert: die frischen Häute werden
sorgfältig abgeschabt, gegerbt, weichgeklopft und dann
weiterverarbeitet. In der Bekleidung ist das früher sehr
verbreitete Leder von der Baumwolle abgelöst worden. Weiterhin
ist das Leder aber für viele andere Zwecke unentbehrlich, wie
etwa für Schuhe, Eimer, Wasserflaschen und Tragekörbe. Ganze
Rinderhäute werden als Bettdecken verwendet. Holz wird in
Äthiopien für alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Werkzeuge,
Gerätschaften und Möbel verwendet. Es wird mit Beilen, Meißel,
Messer und sogar mit Feuer bearbeitet. In der Landwirtschaft
wird auch der Pflug aus Holz hergestellt. Er wird vor allem im
nördlichen und zentralen Hochland zur Bodenbearbeitung
verwendet. Im Haushalt konkurrieren Holzgefäße erfolgreich mit
Töpferwaren und Horngefäßen.
Auch in Äthiopien macht man, wie überall in
Afrika, gerne Musik. Die "Masenqo", eine einseitige Geige, ist
eines der beliebtesten Instrumente. Ihr Schallkörper ist ein mit
Tierhaut überzogener Rahmen. Die einzige Saite besteht aus
Rosshaaren und wird mit einem Rosshaarbogen gespielt. Die
Masenqo ist das bevorzugte Instrument der Asmari, der wandernden
Sänger Äthiopiens, die bei keinem Fest fehlen dürfen.
Schmuck und Verzierungen aller Art werden
in Äthiopien von allen Volksgruppen getragen. Da die
Goldschmiedekunst hoch entwickelt ist, bestehen viele
Schmuckstücke aus fein bearbeitetem Metall. Daneben gibt auch
Schmuck aus Glasperlen, Bernstein und aus vielen natürlichen
Materialien. Da Äthiopien ein weitgehend christliches Land ist,
spielt auch in der Schmuckherstellung das Kreuz eine wichtige
Rolle. Kleine Silberkreuze als Anhänger scheinen heute Kreuze
aus anderen Materialien bei weitem zu übertreffen
Äthiopien von A - Z
Addis Abeba
Addis Abeba ist die Hauptstadt von
Äthiopien. In der Sprache der Oromo wird die Stadt Finfinne oder
Shaggar genannt. Addis Abeba ist Sitz der
UN-Wirtschaftskommission für Afrika und der Afrikanischen Union.
Anreisemöglichkeiten
Flughäfen: Bole International mit ca. 8 km
Entfernung zu Addis Abeba.
Weitere Flughäfen sind Dire Dawa, Axum,
Lalibela.
Schiff: Seit der Abspaltung Eritreas hat
Äthiopien keinen Meerzugang. Es gibt jedoch regelmäßige
Verbindungen zwischen europäischen Häfen und Eritrea sowie
Somalia, von wo je nach Sicherheitslage Transitverbindungen nach
Äthiopien möglich sind.
Bahn: Die 785 km lange Bahnstrecke zwischen
Addis Abeba und Djibouti wird von den Regierungen beider Länder
betrieben. Züge nach Djibouti fahren theoretisch dreimal
wöchentlich, jedoch können sich Abfahrtszeiten kurzfristig
ändern
Bus/Pkw: Die Haupt-Transitstrecke führt
nach Süden über Kenia.
Äthiopien
Die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien
nimmt einen Großteil des Horns von Afrika ein. Im Norden grenzt
Äthiopien an Eritrea, im Osten an die Republik Djibouti, im
Osten und Süden an Somalia, im Süden an Kenia und Westen an den
Sudan.
Fläche: 1.133.380 km². Verwaltungsstruktur:
9 Regionen und 2 Stadtregionen (Addis Abeba und Dire Dawa).
Auskunftstellen
Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik
Äthiopien
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Boothstraße 20a
12207 Berlin
Sprechzeit: Botschaft nach telefon.
Vereinbarung
Konsularabt. Mo, Di, Do 9-12.30 Uhr
(Abholung von Visa auch von 13.30-17 Uhr)
Tel: (0 30) 77 20 600
Ausreisesteuer
Derzeitige Ausreisesteuer in Äthiopien ca.
30 USD
Einreise für Deutsche
Visum erforderlich, notwendig ist dazu u.a.
ein mindestens noch 6 Monate gültige Reisepass. Antragsdauer in
Deutschland ca. 10 Tage.
Einwohner
Bevölkerung: ca. 69,9 Millionen.
Feiertage
Wöchentlicher Ruhetag ist Sonntag.
7. Januar (Genna - äthiopische Weihnacht),
19. Januar (Timkat - äthiopische Epiphanie), 2. März (Siegestag
von Adua), 6. April (äthiopischer Siegestag), Karfreitag,
Ostern, 1. Mai (internationaler Arbeitertag), 11. September
(äthiopisches Neujahr), 27. September (Meskel - Auffindung des
Wahren Kreuzes). Außerdem gibt es noch die islamischen Feiertage
Id Al Fater und Id Al Adaha/Arfa sowie den Geburtstag des
Propheten Mohammed, die sich nach dem Mondkalender richten und
somit jedes Jahr auf einen anderen Tag fallen.
Die Hauptferienzeiten gehen von Juli bis
August und von Dezember bis Januar.
Gesundheits- und Impfbestimmungen
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts
empfiehlt als sinnvollen Impfschutz::
Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und
Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch
Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd,
Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut (Rabies) und Typhus,
evtl. auch Meningokokken-Meningitis sinnvoll sein.
Eine gültige Gelbfieber-Impfung ist
prinzipiell für die Einreise aus einem Gelbfiebergebiet heraus
nötig, ein Nachweis wird aber häufig nicht verlangt.
Dazu zählen auch das Dengue-Fieber und die
Malaria.
Ein Malariaschutz ist ganzjährig für alle
Regionen unter 2000 m erforderlich. Die medizinische Versorgung
im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach
technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch.
Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete
Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort
gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige
Reiserückholversicherung werden daher dringend empfohlen
Kalender
Äthiopien hat einen eigenen Kalender.
Dieser liegt sieben, beziehungsweise acht Jahre hinter dem
unseren zurück - abhängig davon, ob das neue äthiopische Jahr,
das am 11. September beginnt, schon angefangen hat oder nicht.
Das Jahr wird in 12 Monate mit 30 Tagen plus einem dreizehnten
Monat mit 5-6 Tagen eingeteilt.
Kleidung
Im Allgemeinen ist Übergangskleidung
angebracht. In den höher gelegenen Gebieten sind für den Abend
Wollsachen oder ein Mantel erforderlich. Besonders in den
Monaten von Februar bis Oktober, in denen die Wahrscheinlichkeit
von Niederschlägen hoch ist, sollte man eine Regenjacke oder
etwas Ähnliches dabeihaben. Es besteht meistens die Möglichkeit,
Wäsche innerhalb kurzer Zeit im Hotel oder in dessen Nähe
reinigen zu lassen (oft auch 24-Stunden-Dienst).
Klima
Man unterscheidet drei Klimazonen: die
heißen, gesundheitlich anstrengenden Gebiete bis 1.000 m, die
mäßig warme Zone von 1.000 bis 2.500 m und die kühle Zone über
2.500 m. In Addis Abeba, das etwa auf 2.400 m Höhe liegt,
schwankt die durchschnittliche Tagestemperatur zur Mittagszeit
zwischen 8 und 24°C.
Nationalparks
Abijatta-Shalla-Nationalpark,
Awash-Nationalpark, Bale-Mountains-Nationalpark,
Gambela-Nationalpark (in Planung), Mago-Nationalpark,
Nechisar-Nationalpark, Omo-Nationalpark, Simien-Nationalpark,
Yangudi-Rassa-Nationalpar
Öffnungszeiten
Geschäfte: Mo bis Fr 8-12, 13-16 Uhr (sehr
variabel, oft gelten längere Öffnungszeiten), zum Teil sind
Geschäfte auch am Samstagvormittag geöffnet;
Banken: Mo bis Do 8-11, 13-15 Uhr, Sa 8-12
Uhr;
Post
Luftpostbriefe nach Europa sind etwa 8 Tage
unterwegs.
Religion
Etwa 45 Prozent der Bevölkerung gehören dem
Islam an (Sunniten), 40 Prozent sind äthiopisch-orthodox.
Außerdem gibt es Protestanten und Katholiken sowie Anhänger von
Naturreligionen in Äthiopien
Sprache
Die Amtssprache Äthiopiens ist Amharisch.
Außerdem werden noch viele andere semitische sowie kuschitische
Sprachen gesprochen. Als Handels- und Bildungssprache sind
Englisch, Italienisch, Französisch und Arabisch weit verbreitet
.
Städte
Zu den größten Städten Äthiopiens zählen
neben Addis Abeba, Dire Dawa, Nazret, Gonda, Mekele, Dese und
Bahir Da.
Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Es empfiehlt sich die Mitnahme eines
Adapters. Mit Stromunterbrechungen sollte man immer rechnen. In
kleineren Städten kommt es häufig vor, dass nur stundenweise
Generatorstrom vorhanden ist.
Telekommunikation & Internet
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und
der Schweiz nach Äthiopien ist 00251, von Äthiopien nach
Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die
Schweiz 0041. Auslandsgespräche sind nur über die internationale
Vermittlung möglich. Sie können in den Provinzhauptstädten von
den Telegrafenämtern, in Addis Abeba auch vom Hauptpostamt
geführt werden. Telegramme können in einigen Hotels in Addis
Abeba aufgegeben werden. NOTRUFNUMMERN: Polizei 91, Ambulanz
(Rotes Kreuz) 92, Feuerwehr 93. Mobilfunk: Netztechnik: GSM 900.
Derzeit gibt es einen Roamingvertrag mit dem Anbieter E-Plus in
Äthiopien. Internet:
Länderkürzel: .et In Addis Abeba gibt es
zahlreiche Internet-Cafés. Auch in anderen größeren Städten sind
Internet-Cafés vorhanden.
Tierwelt
Seiner isolierten Gebirgslage hat Äthiopien
eine Vielzahl endemischer Tierarten zu verdanken, die heute in
den Naturparks und Schutzgebieten zu beobachten sind.
Grob lassen sich drei unterschiedliche
Lebensräume unterscheiden:
Im Hochland leben z.B. der endemische
Siemien-Fuchs, der Walia-Steinbock und die Antilopenart
Berg-Nyala. In den Savannen kann man unter anderen Elefanten,
Nashörner, Giraffen, Zebras, Löwen und Leoparden beobachten.
Vegetation
Trotz der zunehmenden Versteppung des
Landes hat Äthiopien noch immer eine artenreiche Pflanzenwelt
mit vielen endemischen Arten aufzuweisen. Dazu zählen zum
Beispiel der Bruce-Korallenbaum oder verschiedene Kugeldisteln,
Rote Fackellilien und die Riesenlobelie. Die inoffizielle
Nationalblume Äthiopiens ist die gelb blühende Meskal.
Verkehr
Für Mietwagen ist ein internationaler
Führerschein erforderlich. Es besteht kein
Haftpflichtversicherungszwang, eine solche ist aber unbedingt
empfehlenswert. Für Reisen von Addis Abeba nach Dschibuti sollte
man aus Sicherheitsgründen weder Straße noch Bahn, sondern
lediglich einen der täglichen Direktflüge benützen. Es besteht
Rechtsverkehr.
Währungseinheit und Devisenbestimmungen
Währungseinheit: Birr Br
1 EUR = 15.3 Birr ( Stand 2008)
1 US-$ = ca. 9.98 Br
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Einfuhr
Landeswährung: bis zu 100 Birr Deklaration: Ja - bei der Einfuhr
von Fremdwährung. Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten
Einfuhr, Deklarationsformular vorlegen.
Umtausch: Beim An- und Verkauf von Devisen
wird eine sog. "exchange
Internationale Kreditkarten: Ja - werden
nur vereinzelt von großen Hotels, bei der NTO und bei den
Fluggesellschaften akzeptiert. Bargeldauszahlung ist bei der
National Bank of Ethiopia möglich (Gebühr ca. 2,5 Prozent).
Reiseschecks: Ja - nur US-$. Einwechslung
außerhalb der großen Städte kaum möglich. commission" berechnet.
Nur bei Banken bzw. autorisierten Wechselstellen tauschen!
Rücktausch: im Normalfall nur bis zu einem Betrag von 50 US-$
möglich.Reisende sollten Bargeld in Euro und US-Dollar oder
Traveller-Schecks mitbringen. Euro werden außerhalb von Addis
Abeba nur selten gewechselt oder akzeptiert. Innerhalb der
Hauptstadt ist der Umtausch von Euro-Banknoten als auch
Euro-Traveller-Schecks ohne Probleme möglich. Bei US-Dollarnoten
sollten Sie darauf achten, möglichst neue Noten zu erwerben, da
Scheine älterer Serien in Äthiopien nicht mehr akzeptiert
werden.
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden Während der europäischen Sommerzeit beträgt
der Zeitunterschied +1 Stunde.
Zollbestimmungen
Zollfrei dürfen mitgeführt werden:
• 200 Zigaretten oder 50 Zigarren
oder 200 g Tabak
• 1 Liter alkoholische Getränke
• 0,5 Liter Parfüm (Angaben gültig
für Personen ab 18 Jahre)
Touristen und Personen, die auf der
Durchreise sind, können Gegenstände des persönlichen Bedarfs
zollfrei mitführen. Sie sollten jedoch wertvolle oder wichtige
Artikel bei der Ankunft deklarieren, damit es bei der
Wiederausfuhr keine zollrechtlichen Probleme gibt.
Schmuckstücke und Sportgeräte müssen bei
der Einreise beim Zoll deklariert werden. Für die Ausfuhr von
Antiquitäten und Fellen wird eine staatliche Ausfuhrerlaubnis
benötigt.
Bei der Mitnahme (Ausfuhr) von Souvenirs
liegt der zollfreie Wert bei 500 Nakfa. |